Serie: Unsere Bundesliga Vereine – Teil 3: Hamburger Sport-Verein (HSV)
Hamburger Sportverein Wird von den Informationen des Hamburger SV ausgegangen, so dauert die Vereinsgeschichte nunmehr schon über 120 Jahre an. Es gibt allerdings auch Daten, dass die eigentliche Gründung erst im Jahr 1919 erfolgte. Damals schlossen sich drei Mannschaften zum Hamburger SV zusammen.
Noch vor der Gründung der Bundesliga wurden bereits Meisterschaften und Pokalspiele ausgetragen, an denen der neu gegründete Fußballklub Hamburger SV teilnahm. Auch wenn auf einen Titel verzichtet wurde, so war der Klub bereits vier Mal und 25 Mal Norddeutscher Meister. Während dieser Zeit wurde der Hamburger Sportverein insgesamt viermal Meister in der Nordmark. Doch damit war der Titelreigen zu dieser Zeit noch nicht zu Ende. So wurde der Verein sechsmal Norddeutscher Pokalsieger. Als Hamburg-Altonaer Meister ging die damalige Mannschaft insgesamt 16mal in die Geschichte des Fußballs ein. Zu der Zeit, als die Besatzungszone eingerichtet gewesen ist, wurde der Hamburger SV in den Jahren 1947 und 1948 Meister.
Mit der Gründung der Bundesliga wurde auch die Führung einer ewigen Tabelle eingeführt. Durch seine beeindruckenden Leistungen während der mehr als vier Jahrzehnte in der Bundesliga hat der Verein es auf den 3. Platz in dieser Tabelle gebracht. Unterstützt wird dieser Platz sicherlich durch die Tatsache, dass der Hamburger Sportverein mittlerweile der einzige Verein ist, der seit der Gründung der Fußballbundesliga ununterbrochen an jeder Spielzeit teilgenommen hat.
Natürlich kam und kommt es in der Geschichte von Hamburg immer zu spannungsgeladenen Derbys, die mittlerweile bestimmt Kultstatus besitzen. Die Gegner lautet in diesem Fall zum einen regelmäßig Werder Bremen. Allein seit Bestehen der Bundesliga sind der Hamburger SV und Werder Bremen in 45 Jahren mindestens zweimal im Jahr aufeinander getroffen. In der Saison 2008/2009 kam es allerdings gleich vier Mal zu einem Derby der Mannschaften.
Eine weitere bedeutende Mannschaft im Sinne der Derbys ist der FC Sankt Pauli, der ebenfalls aus der Hansestadt stammt. Gerade diese Partien haben ihren ganz besonderen Reiz. So sind die Klubs in den sieben Jahren der Zugehörigkeit des FC Sankt Pauli mindestens 14mal aufeinander getroffen.
Hochkarätig war und ist auch stets die Trainerauswahl des Hamburger SV. In den ersten beiden Jahrzehnten der Bundesliga befanden sich Namen wie Georg Gawliczek, Kuno Klötzer, Rudi Gutendorf, Branko Zebec und Ernst Happel unter den Trainern. Von diesen war Kuno Klötzer mit drei Titeln – Europapokalsieger der Pokalsieger und zweimaliger Teilnehmer am DFB-Finale des Pokals, davon mit einer siegreichen Teilnahme – ziemlich erfolgreich. Ein ebenso erfolgreicher Trainer für den HSV war Ernst Happel. Insgesamt holte er mit seinen Mannschaften drei Deutsche Titel, einen internationalen Titel und eine Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb.
Es folgten unter anderem Willi Reimann, Benno Möhlmann, Klaus Toppmöller und Thomas Doll. Da Huub Stevens seinen Vertrag nicht verlängerte, folgte ihm zum 1. Juli 2008 Martin Jol auf den Trainerstuhl des Hamburger Sportvereins.
In der Fußballbundesliga spielt der Hamburger Sportverein seit dem Gründungsjahr 1963 mit. Seit dieser Zeit brachte der Hamburger Klub zahlreiche große Spieler hervor. Allen voran dürfte sicherlich Uwe Seeler zu nennen sein, der auch als „UnsUwe“ bekannt wurde. Zu den weiteren bekannten Spielern aus den Reihen des Klubs gehören unter anderem Manfred Kaltz, Horst Hrubesch, Peter Nogly, Willi Reimann und Rudi Kargus. Viele dieser Spieler kamen durch die Berufung in die Deutsche Nationalmannschaft zu besonderen Ehren, da sie viele Länderspiele bestritten haben und erfolgreich waren.
Zudem haben viele Spieler während ihrer aktiven Zeit ihrem Hamburger Sportverein durch besondere Qualitäten zu Ehren verholfen. Da war zum Beispiel Manfred Kaltz, dessen Begabung für die so genannte Bananenflanke weit über die Grenzen von Hamburg bekannt war. Ebenso wertvoll für den Hamburger Sportverein war Horst Hrubesch mit seiner Begabung beim Kopfballspiel. Diese brachte ihm zwangsläufig den Spitznamen des Kopfballungeheuers ein. Außerdem begannen einige Spieler eine erfolgreiche Trainerlaufbahn einzuschlagen. Zum einen war dies Felix Magath, der als Trainer bei Wolfsburg sehr schnell erfolgreich geworden ist. Weitere wichtige Trainer sind Wolfgang Rolff und Thomas Doll.
Die Liste könnte sicherlich noch endlos ausgeführt werden, da es viele großartige Spieler aus den Reihen des Vereins gab. Außerdem spielten jedoch zahlreiche weltbekannte Fußballspieler, die von anderen Vereinen geholt wurden, beim Hamburger Sportverein. Dies waren beispielsweise Franz Beckenbauer und Kevin Keegan. Einer der bekanntesten Spieler der heutigen Zeit ist Rafael van der Vaart.
Mit diesen bekannten Spielern gelang den jeweiligen Hamburger Mannschaften der Gewinn verschiedener Titel. Im Jahr 1983 gewann der Hamburger SV der Gewinn im Europapokal der Landesmeister. Bereits sechs Jahre vorher hatte sich der Fußballklub den Europapokal der Pokalsieger geholt. In den Jahren 2005 und 2007 erreichte die Mannschaft den Gewinn des UI-Cups.
Zu den Zeiten der Bundesliga holte der Hamburger Sportverein dreimal die Deutsche Meisterschaft und dreimal den Deutschen Pokal. Und auch der Deutsche Ligapokal wurde zweimal gewonnen. Sogar der Hallenpokal wurde im Jahr 1987 durch den Hamburger Klub gewonnen. Wie viele Titel werden den zahlreichen bisher erreichten Titeln noch folgen?










