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Neues vom Transfermarkt der Bundesliga Saison 2010 / 2011

admin | 10/08/2010 in Bundesliga | Kommentare (0)

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Für die meisten Liebhaber und Fans der Bundesliga läuft aktuell die heißeste Phase der Saisonvorbereitung. Die Testspielpartien werden langsam ernster, die ersten großen Vorabturniere sind beendet und auch der reaktivierte “Supercup” wurde am vergangenen Wochenende zwischen Bayern und Schalke ausgetragen. Das Ergebnis? Der FC Bayern München gewann mit 2:0 gegen den Vizemeister aus Gelsenkirchen und das ohne die beiden Topstars Ribery und Robben. Der deutsche Rekordmeister hat mit dieser eindrucksvollen Darbietung wieder einmal seine Favoritenrolle für die kommende Saison bestätigt und zusätzlich ein klares Ausrufezeichen in Richtung Transfermarkt gesetzt! Das diesbezügliche Motto der Münchener könnte lauten: “Verbessert ihr euch ruhig und ersetzt eure Spieler auf sämtlichen Positionen – der FC Bayern besiegt euch trotzdem!”. Unglaublich aber wahr, der deutsche Rekordmeister hat sich in der laufenden Transferperiode komplett zurückgehalten und kann somit keinen echten Neuzugang für die kommende Saison verzeichnen. Das Bayern-Management verlässt sich komplett auf den Kader der vergangenen Spielzeit und ergänzt diesen lediglich durch einige ausgeliehene Rückkehrer. Der FC Schalke 04 hingegen kann gleich mehrere namhafte Neuzugänge verzeichnen, darunter niemand Geringeres als die “königliche” Majestät persönlich – natürlich, jeder Fussballfan in Deutschland weiß es bereits, Sturmsuperstar Raul ist zu den “Königsblauen” gewechselt! Dieser Transfer war sicherlich eine kleine Sensation, aber sei es drum, am vergangenen Wochenende jubelten wieder einmal in gewohnter Manier die Bayern, Transfers hin – Transfers her. Dennoch, die 18 Mannschaften der Bundesliga geben sich im Rahmen ihrer Kaderplanungen für die kommende Saison 2010/2011 dem “Transferboykott” der Münchener nicht geschlagen und werden diesbezüglich auch in der kommenden Woche wieder fleissig kontaktieren, verhandeln und probetrainieren lassen. Der folgende Text geht auf die aktuellsten Geschehnisse des deutschen Transfermarktes ein und gibt einen Überblick über kommende Spielerwechsel der Bundesligisten.

Beginnen wir mit einer Meldung vom Hamburger Sportverein. Der HSV konnte während der laufenden Transferperiode bereits einige Male erfolgreich agieren und sich in diesem Zusammenhang besonders im Offensivzentrum verstärken. Diese Tatsache stellte sich nun besonders bitter für einen alten Bekannten heraus. HSV-Eigengewächs Änis Ben-Hatira ist zur neuen Saison vom MSV Duisburg zurückgekehrt und war eigentlich für den Kader der Profis vorgesehen. Doch wie es im Fussballerleben nun einmal so ist, können Kaderplanungen und Personalien innerhalb von kurzer Zeit wieder neu formiert werden, sodass der ein oder andere Profi zur Reserve geschickt wird. Dieses Schicksal gilt nun auch für den jungen Tunesier, der bereits im Jahr 2006 für die erste Mannschaft des HSV spielte. Ben-Hatira wird also in der kommenden Saison bei den Amateuren beginnen, hat jedoch sicherlich die Chance, sich mit guten Leistungen bei der zweiten Mannschaft Kurzeinsätze bei den Profis zu verdienen. HSV-Trainer Armin Veh sah die Konkurrenz in der Offensive mit den Neuzugängen Kacar, Diekmeier und Choupo-Moting einfach zu groß für den 22-jährigen, sodass Ben-Hatira im Laufe der Zeit die Spielpraxis gefehlt hätte.

Gerücht der Woche oder bereits sicherer Deal? Das ist die Frage, welche sich Werder-Chef Klaus Allofs bezüglich seines jungen Nationalspielers und Spielmachers Mesut Özil stellen muss. Die Personalie Özil ist schon seit einigen Wochen die große Diskussion an der Weser, insbesondere nach den hervorragenden WM-Leistungen des Bremers. Zahlreiche internationale Vereine, darunter Real Madrid, FC Barcelona oder auch Manchester United, bekundeten Interesse am technisch versierten Mittelfeldstar, sodass auch ein, eigentlich bis zur Vertragserfüllung in Bremen bleiben wollender, Mesut Özil mächtig ins Grübeln kam, was seine Zukunft betrifft. Die Fragen, welche von Özil und seinem Berater beantwortet werden müssen, sind zweifellos nicht einfach, sodass eine derartige Wechselentscheidungen erst nach langen und ausgiebigen Überlegungen getroffen werden darf. Soweit der Stand bis zum vergangenen Wochenende. Nun haben jedoch bereits zahlreiche Zeitungen und Online-Portale neu berichtet, sodass der Stand der Dinge wieder anders aussieht. Alles tendiert in die Richtung, dass Özil seinen Vertrag an der Weser erfüllen und somit ablösefrei nach der nächsten Saison wechseln wird. Einen derartigen Verlauf wird das Management von Werder Bremen sicherlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge bewerten, da Özil Werder zwar noch eine Spielzeit mit seinem Talent erhalten bleibt, allerdings im nächsten Jahr keine Millionensummen in die nordischen Kassen bringen wird. Mit dem neuen Arbeitgeber soll Mesut Özil sich angeblich bereits geeinigt haben, sodass einer seiner zukünftigen Mannschaftskameraden Nationalmannschaftskollege Sami Khedira sein soll. Ja, ganz genau – der Weg soll Mesut Özil zur Real Madrid führen. So der Stand der letzten Meldungen. Neue Gerüchte um den Bremer Rohdiamanten tendieren jedoch in eine neue Richtung, sodass Mesut Özils Berater sich aktuell in England befinden und dort zahlreiche Verhandlungen führt.

Kommen wir nun zum nächsten Bundesligisten. Die vergangene Saison lief lediglich suptoptimal für den VfB Stuttgart, sodass zur kommenden Saison jede Menge Handlungsbedarf herrschte. Insbesondere die Defensivabteilung der Schwaben machte in der letzten Spielzeit nicht immer den sichersten Eindruck, doch das soll sich mit einer der neusten Verpflichtungen ab sofort ändern. Stuttgarts Trainer Christian Gross bekommt prominenten Zuwachs von der Anfield Road, vom FC Liverpool. Für Liverpools Trainer spielte der ehemalige Dortmunder Philipp Degen zuletzt keine entscheidende Rolle mehr, sodass der 27-jährige Außenverteidiger äußerst unzufrieden mit seiner Situation war. Den Wechsel zum VfB Stuttgart sieht der zielstrebiger schweizer Nationalspieler nun als seine große Chance, wieder auf sein “Top-Level” zu kommen. Helfen soll Degen dabei ein Trainer, welcher ihn schon in seinen Jugendjahren gefördert und letztendlich ganz groß in der Schweiz rausgebracht hat. Die Rede ist selbstverständlich von VfB-Trainer Christian Gross, welcher Degen bereits in seiner erfolgreichen Zeit beim FC Basel trainierte. Philipp Degen wird in Stuttgart wahrscheinlich auf seiner angedachten Position als rechter Außenverteidiger spielen und soll die, zuletzt immer größer werdenden, Schwächen in der Stuttgarter Abwehr endgültig beseitigen. Degen wird vorerst allerdings nur auf Leihbasis in Stuttgart spielen und hat in diesem Zusammenhang vorerst einen Vertrag für eine Saison.